Iwwitch’s Weblog

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The End

Juni 24, 2008 · 2 Kommentare

Mit diesem Eintrag schliesse ich meinen Blog zum Thema e-Inclusion. Sowohl die schweizerische wie die europäische Strategie für ein barrierefreies Web haben noch einen weiten Weg zu gehen. Einiges ist zwar schon erreicht: die Hälfte der Europäischen Bürgerinnen und Bürgern benutzen regelmässig das Internet, gar 80% mit einem High-Speed Breitband Access. Bei genauer Betrachtung der Statistik wird aber klar, dass in Europa nach wie vor ein digitaler Graben auszumachen ist. So sind die Nordeuropäischen Staaten in der Umsetzung der IKT-Strategien bereits sehr weit, die Osteuropäischen Staaten jedoch haben noch einen grossen Nachholbedarf und sind zur Behebung desselben auf die Unterstützung der Mitgliedstaaten der EU angewiesen.

E-Inclusion oder barrierefreier Zugang zum Web, dahinter öffnet sich ein filigranes Netz von politischen, technischen und sozialen Themen. Die Erschliessung desselben gelang mir nur teilweise. So ist beispielsweise der Web-Auftritt der Europäischen Union wenig benutzerinnenfreundlich, die Usability sehr schwerfällig: zu viele Informationen zu wenig übersichtlich strukturiert. Auch das Offenlegen der Verbindungen der öffentlichen wie private Institutionen, die sich in der Umsetzung der e-Inclusion-Strategie auf nationaler wie internationaler Ebene engagieren, war nicht ganz einfach, vor allem aber sehr zeitaufwändig. So kann mein Blog zur Web-Accessibility nur ein Streiflicht auf ein komplexes Thema sein, viele Aspekte musste ich auslassen, wie beispielsweise eine genauere Betrachtungsweise der technischen Standards, die soziokulturellen Hintergründe für den digital Divide zwischen Nord- und Osteuropa oder eine Berichterstattung zum deutschen BIENE-Award, welcher für die besten deutschsprachigen barrierefreien Web-Sites vergeben wird. Die Link-Sammlung auf meiner Blog-Seite ist keineswegs vollständig, sie soll eine Auswahl an vertiefendem und weiterführendem Lesestoff aufzeigen.

Mein erster und wohl für lange Zeit letzter Blog findet hiermit sein Ende. Gerne habe ich mich auf dieses neue Medium eingelassen, mich jedoch nicht recht damit anfreunden können. Bloggen – eine neue Kommunikationsform, kurz – knapp und doch gehaltvoll solle ein Blog sein, mit Bild und Ton angereichert. Die Gestaltung der Seite wird zu einem zentralen Element für den Betrachtenden oder Lesenden. Eine nicht zu unterschätzende Vorgabe in Kombination mit dem wissenschaftlichen Anspruch einer Semesterarbeit. Während der Recherche und dem Texten wurde daraus ein immer wiederkehrender Widerspruch, den ich bis zum Schluss nicht zu meiner Zufriedenheit lösen konnte. Meiner Ansicht nach eignen sich Blogs mehr für einen Magazin-Stil, der einen unterhaltenden oder kurz-informativen Auftrag erfüllen soll. Ein sehr schönes Beispiel hierzu ist die Seite einer jungen Designerin Swissmiss.

Wird die Welt dank IKT zu einem globalen Dorf? Diese Einstiegsfrage begleitete mich während der Arbeit an meinem Blog immer wieder. Eine abschliessende Antwort darauf zu finden war aber nicht mein Ziel und wäre auch nicht möglich. Die IKT beeinflussen sicherlich unser alltägliches, gesellschaftlichens und politisches Leben. Ich hoffe, mit meinem Blog einen Beitrag zur Sensibilisierung geleistet zu haben.

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Blinde und Sehbehinderte in Bibliotheken

April 5, 2008 · 1 Kommentar

Im InetBib (deutscher Newsletter für Bibliotheken) fragte kürzlich eine Studentin des Studienganges Bibliotheks- und Medienmanagements an der HdM Stuttgart (Hochschule der Medien) nach Erfahrungen von Bibliotheken, die für Blinde und Sehbehinderte einen speziellen Service anbieten. Bei meinen regelmässigen Besuchen in Schweizerischen Bibliotheken war mir bisher nie aufgefallen, dass es hier ein Angebot dieser Art gäbe. Umso neugieriger bin ich den verschiedenen Hinweisen nachgegangen:

Die Univeristätsbibliothek Dortmund stellt einen speziellen PC-Arbeitsplatz zur Verfügung, der u.a. mit einem extra grossen Bildschirm, einer Braille-Zeile, Zoom-Text, Brailledrucker und dem Sreen-Reader Jaws ausgestattet ist. Für die Literaturrecherche besteht Zugang zum SEHKON, einem Verzeichnis von Medien für Sehgeschädigte mit zitierfähig umgesetzter Literatur, mit über 10′000 Nachweisen, davon 1′000 in Volltext abrufbar. Das Bibliothekspersonal steht für Recherchen und Hilfe bei der Anwendung der assistiven Techniken zur Verfügung.

In diesem Podcast erzählt Regina Maurer vom SfBS (Service für Blinde und Sehbbehinderte) der UB Dortmund vom Angebot:

Ein anderer Hinweis kommt von Dietmar Bussmann, Max Plank Institut in Heidelberg. Er verweist auf den Marktführer für Produkte und Dienstleistungen für Blinde und Sehbinderte, die BAUM Retec AG. Eines ihrer neusten Produkte ist nur wenig grösser als ein Smart-Phone und ermöglicht Blinden und Sehbehinderten eine mobile Kommunikation, ob unterwegs SMS zu schreiben oder das Handy als PC-Ersatz zu nutzen, mit Conny ist dies alles ist möglich, dank der Unterstützung durch spezielle Software:

Conny, Familie Vario-Connect

Ich bin mir sicher, dass dies nur einen kleinen Ausschnitt der Dienstleistungen in Universitätsbibliotheken und öffentlichen Bibliiotheken beleuchtet. Vielleicht macht ihr an eurem eigenen Arbeitsort bereits Erfahrungen mit der Integration von sehgeschädigten NutzerInnen und Mitarbeitern?

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