Iwwitch’s Weblog

Einträge werden als ‘Varia’ kategorisiert

Accessibility Day an der Informatica 08

Juni 21, 2008 · 1 Kommentar

Der 11. Juni 2008 war an der Informatica 08 ganz der Web-Accessibility gewidmet. Ziel der Fachtagung im Rahmen des Jahres der Informatik war es, den momentanen Stand der Accessibility (Barrierefreiheit) in der Praxis, in der Forschung sowie in der Bildung in der Schweiz aus verschiedenen Perspektiven darzustellen. Fachleute und Betroffene aus dem Bereich ICT-Accessibility aus der Schweiz, Deutschland und Österreich haben ihre Projekte und Aktivitäten vorstellen.

Markus Riesch und Selamet Aydogdu von der Stiftung „Zugang für alle“ informierten über die Bedeutung des Internets für Menschen mit Behinderungen (► Präsentation), es gab ein kurzes Referat zum neuen Web-Accessibility-Standard WCAG 2.0 (►), Luzia Haven von namics setzte sich engagiert mit der Frage „Internet für alle ­ eine Herausforderung?“ auseinander (►) und Roberto Bianchetti zeigte auf, welche Anpassungen zwingend notwendig sind, damit auch sehbehinderte Internet-Nutzer in pdf-Dokumenten navigieren und diese lesen können (►).

Die Schweizerische Post (►) und die Credit Suisse (►) zeigten ihre Projekte zum Abbau der Barrieren im Web und schliesslich klang der Tag beim Apéro zur Live-Übertragung des EM-Gruppenspiels Tschechien-Portugal aus (1:3).

Barrierefreies Reisen:
Diesen Beitrag greife ich hier stellvertretend für die Fachtagung auf. Peter Früh von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, ZHAW. stellte die Machbarkeitsstudie „Folgen der Leitlinien mit Handy“ vor. Im Juni diesen Jahres ist eine erster Feldtest mit mehreren sehbehinderten Personen geplant.

Passagiere mit Behinderungen können heute oft nicht alleine und ohne Hilfe Flugreisen unternehmen, obwohl die Zugänglichkeiten für Behinderte an den meisten Flughäfen gegeben sind. Die grössten Hindernisse für Passagiere mit Behinderungen sind die Orientierung im Flughafen, das Beschaffen von Informationen zu Abflug oder Ankunft, Verspätungen oder Passkontrolle und mehr. Das Institut für angewandte Informationstechnologie der ZHAW arbeitet zusammen mit dem Flughafen UNIQUE an einer Machbarkeitsstudie für einen Personal Mobile Assistant (PMA). Der PMA soll sehbehinderten Flugpassagieren den Weg von zu Hause bis and das gewünschte Abflug-Gate weisen und umgekehrt sowie sie jederzeit mit den aktuellen Reiseinformationen versorgen.

Seit 2003 sind die SBB daran, die Bahnhöfe mit visuell-taktilen Leitlinien auszustatten.

Seit 2003 sind die SBB daran, die Bahnhöfe mit visuell-taktilen Leitlinien auszustatten.

Die Idee des Projektes sieht vor, dass diese mit dem Handy gescannt werden können und mit Hilfe einer speziellen Software, die darin verschlüsselten Informationen in akustische Signale umgewandelt werden können. Zuvor müssen Standort und Ziel eingegeben werden. Mit diesen Koordinaten kann das System die Person nun an den Zielpunkt navigieren. Das Leitsystem auf Flughäfen soll ergänzend mit Tags ausgestattet werden. Diese können von den Sehbehinderten ebenfalls mit ihrem Handy gescannt und in Navigationsinformationen umgesetzt werden.

Der Tag-Reader auf dem Handy dekodiert dazu den gescannten Tag und sendet die Tag-ID mit weiteren Informationen wie Benutzer-ID, Zielort etc., an den BeeTagg-Server. Dieser kennt den zur Tag-ID gehörenden Applicationen-Server und leitet die Anfrage an diesen weiter. Der Applicationen-Server kommuniziert nun direkt mit dem Benutzer.

Ein Blick auf das eine oder andere Referat lohnt sich, sie sind sehr informativ und verständlich aufgebaut.

So lässt sich hoffen, dass für die Anliegen der e-Inclusion aus der Zusammenarbeit mit dem Informatik Jahr in der Schweiz und den beteiligten Institutionen eine breite Sensibilisierung stattfinden wird.

Kategorien: Varia

Information Overload

März 13, 2008 · 3 Kommentare

Ich kann mich gut erinnern, an die Warnung vom damaligen Dozenten für Informationswissenschaft (Jo Herget) vor einem Information Overload. Ansatzweise habe ich auch schon Erfahrungen mit diesem Phänomen gemacht, meist vor den Semesterprüfungen, doch diesmal hat mich der Virus komplett erwischt. In sehr wenig Zeit, sehr viele Informationen über enorm viele, miteinander verknüpfte Themen recherchieren- erfassen – verarbeiten, führten zu einem Information Overload. Nun, meine Widerstände, mich in weiteren Facetten mit e-Inclusion auseinanderzusetzen, schmelzen allmählich dahin, langsam wie der Schnee im Frühjahr. Doch möchte ich die Gedankengänge erst noch etwas weiter erforschen und bitte also noch um wenig mehr Geduld, bis es wie anlässlich der Präsentation versprochen, in diesem Blog mehr zu lesen gibt. 

Kategorien: Varia

e-Inclusion gleich digitale Integration

März 4, 2008 · 2 Kommentare

Wird die Welt dank der neuen Informations- und Kommunikationstechnolgien tatsächlich zu einem Dorf? Dieser Vergleich wird oft bemüht, wenn es darum geht, die Dimensionen die uns durch das www eröffnet werden, kurz und anschaulich zu beschreiben.

Doch wie in einem realen Dorf, erleben Menschen im Internet Ausgrenzung, stossen an unüberwindbare Hindernisse oder können sich nur mittels fremder Hilfe im Alltag bewegen. Die digitale Integration, e-Inlcusion, steht für eine Informationsgesellschaft für alle und soll einer digitalen Ausgrenzung entgegenwirken. Sowohl die Europäische Union, wie deren Mitgliedsstaaten haben sich vielversprechende Regierungsprogrammen verschrieben. Dieser Blog wird einige der vielen Aspekte genauer untersuchen, will das Bewusstsein für die betroffenen Bevölkerungsgruppen wecken, die notwendigen technischen und inhaltlichen Standards im Webdesign erläutern – aber auch der Frage nachgehen, wie weit die ambitionierten Initiativen der politischen Gruppen für einen Abbau der Barrieren in der Informationsgesellschaft umgesetzt werden.

Kategorien: Varia